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Aktuelles aus dem Verband

Keine ernsthaften Bemühungen

                                                                                14.03.2025

Keine ernsthaften Bemühungen um kindgerechte und entwicklungsförderliche Standards für alle deutschen Kitas erkennbar.


So heißt es in unserer aktuellsten Stellungnahme aller Kita-Fachkräfteverbände in Deutschland. Die frühkindliche Bildung ist das wichtigste Fundament unserer Gesellschaft. Studien belegen, dass hier die Bildungsbiografie der Kinder beginnt. 


❓Andere europäische Länder haben dies bereits erkannt, doch warum erkennt es unsere Regierung nicht?

 

❓Warum finden wir keine zuverlässigen Aussagen im Sondierungspapier dazu?


‼️Wie wir Verbände darüber denken, könnt ihr in unserer Stellungnahme nachlesen!


Auch zu finden unter:

https://www.erzieherin.de/stellungnahme-der-kita-fachkraefteverbaende-zum-sondierungspapier-von-cdu-csu-und-spd.html


Mit Bildung der Zeit voraus

                                                                                 11.03.2025

Future Skills Summit – Mit Bildung der Zeit voraus 


Auf den #futureskillssummit25 gab es viel Input, tolle Gespräche und interessante Ansätze. Es drehte sich alles um das Thema Future Skills in der Bildung.

 

Nach einem ruhigen ankommen mit der Möglichkeit des Austausches und einem Snack wurden die Teilnehmer von Dr. Hannes Ametsreiter (Vorsitzender des Vorstandes der Bertelsmann-Stiftung) begrüßt. In seiner Rede spricht er davon, dass wir die Bildung von früh bis ins Alter unterstützen müssen und dazu zählt auch die Auseinandersetzung mit unserem System der Demokratie. Wir müssen es kritisch betrachten und Future Skills mitdenken und implementieren. Wir müssen kreativ sein und neue Wege gehen, denn das ist unsere Zukunft. Nicht nur das, auch die Familie und Freunde spielen eine bedeutsame Rolle für unsere Bildung.

 

Im Anschluss an seine Rede gab es eine Diskussion mit Dr. Natalie Knapp und Prof. Dr. Armin Nassehi – Wie verändert die VUCA-Welt unser Leben und wie nehmen wir die Menschen dabei mit?

Frau Dr. Natalie Knapp vergleicht es mit einem Baum, dieser hat Wurzeln und da muss der Grundstein gelegt werden. Unsere Gesellschaft leidet an Kausalität. Sie denkt, wenn wir das machen, dann passiert das und wenn wir das machen dann passiert das. Das führt zu einem Problem und sollte uns Sorgen machen laut Prof. Dr. Armin Nassehi.

Wir müssen unsere Kompetenz, sich zu seiner eigenen Sicherheit zurück zu führen, dringend extendieren. Wie Fülle ich meine Ressourcen auf, wenn ich erschöpft bin? Wenn ich das nicht weiß, führt es zu Unsicherheiten und dieses Gefühl muss ich ins Positive wandeln können.


Nach dieser anregenden Diskussion ging es in die einzelnen Sessions.

In einem Vortrag brachte Prof. Dr. Peter Cloos den Übergang von der Kita in die Grundschule uns näher und welche Strukturen es benötigt, um einen guten Übergang zu gewährleisten. Hier wurde erneut deutlich, dass wir die Strukturen für einen guten Übergang ausbauen und verbessern müssen. Und lud zu einem anregenden Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft ein.

 

Mit einem anschließenden Beisammensein und der Möglichkeit des Austausches endete schließlich der erste Tag.


Am zweiten Tag begannen wir mit den weiteren Sessions. 

Zunächst ging Frau Prof. Dr. Alemzadeh in einem Impulsvortrag auf den Bildungsauftrag nach SGB VIII Paragraph 22 Absatz 3 ein und erläuterte die Zusammenhänge dazu. Sie stellte in Ihrem Impulsvortrag klar, dass es an Raum für individuelle Förderung benötigt und wie wichtig dieser Aspekt ist. Eine partizipatorische Didaktik für Zukunftskompetenzen gehört langfristig sowie die Lernmotivation und -regulation zu einem wichtigen Bestandteil der frühkindlichen Bildung dazu.

Frau Prof. Dr. Alemzadeh unterschied in Ihrem Vortrag zwischen zwei Arten von Beobachtungsverfahren. Zum einen das standardisierte Verfahren und zum anderen das prozessorientierte Verfahren.

Weiterhin stellte sie dar, dass die Schritte des wahrnehmenden Beobachtens ein dynamischer spiralförmiger Prozess sei. Das pädagogische Handeln kann gezielt darauf ausgerichtet werden. Es ist wichtig an den Themen und Interessen der Kinder anzuknüpfen. Dies macht sie an einem Beispiel fest. Daran war erkennbar, dass die Bildungsprozesse erkannt, aufgegriffen und umgesetzt werden sollten. Hinzu kommt, dass wir Spiel- und Verarbeitungsräume schaffen müssen sowie die Zusammenarbeit mit Eltern gut gestalten sollten. Dies sind Faktoren, um die Kinder in Ihrer Entwicklung bestmöglich zu fördern.


Direkt an den Impulsvortrag von Frau Prof. Dr. Alemzadeh schloß sich der Impulsvortrag von Miriam Remy mit der Thematik „Das Projekt Nachhaltigkeit BNE / Schule im Aufbruch -eine Vision“ an.


Zunächst stellte Frau Miriam Remy ein Modell zur Kulturveränderung vor. Dabei geht sie auf vier wesentliche Ansatzpunkte für erfolgreiche Veränderungsprozesse ein und erklärte diese im Detail in einem 20-minütigen Impulsvortrag. Sie beleuchtete wie wichtig BNE im Bereich der Bildung ist und dass es einen immer höheren Stellenwert bekommt. Dabei nannte sie den OECD Lernkompass 2030 als eine der Inspirationsquellen. Im Anschluss an beide aufeinander greifenden Impulsvorträge gingen wir zu einer Diskussion mit der Fragestellung „Wie kann das Gehörte in die Praxis umgesetzt werden? Was findet sich schon in der Fläche wieder?“ über.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion mit der Thematik „Welche Veränderungsprozesse müssen wir anstoßen, um Future Skills lebenslang zu fördern und Menschen fit für die Zukunft zu machen?“ Diese Thematik wurde kontrovers diskutiert und zeigte erneut, wie wichtig es sein sollte, dass die Politik die Basis der Bildung mit einbezieht. 


5 Jahre nach Corona - "Kinder haben am meisten gelitten"

                                                                                10.03.2025


In einem Interview gegenüber der Ostfriesischen Zeitung äußerte sich unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause zu den Gegebenheit zu Coronazeiten und danach.


In der Zeit der Pandemie wussten wir alle nicht was auf uns zukommen wird und wie sich die Situation für die Kinder darstellt. In den Medien hieß es immer wieder, dass wir unsere Jüngsten und Ältesten Mitglieder der Gesellschaft schützen müssen. Doch haben wir das getan oder haben wir die Kinder damit eher gefährdet?


Diese Frage kann noch nicht ganz abschließend geklärt werden. Dazu fehlt es noch an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Aber bei allem Schlechten, gibt es auch immer etwas Positives.

Unsere Fachkräfte hatten die Möglichkeit in kleinen Gruppen zu arbeiten und konnten so sehen, wie toll die Arbeit in der frühkindlichen Bildung sein kann.


Aber was zog das Kultusministerium aus der Pandemie? Gibt es Notfallpläne, falls so eine oder eine ähnliche Situation erneut auftritt? Unseres Wissens nach noch nicht. Hier sollte nachgesteuert werden.


Das gesamte Interview könnt ihr unter dem Link nachlesen.

Quartalstreffen mit Pascal Mennen (MdL)

                                                                           19.02.2025

Heute Abend trafen sich online Pascal Mennen (Grüne NDS und bildungspolitischer Sprecher) und unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause sowie weitere Akteure der frühkindlichen Bildung zu einem weiteren Austauschtreffen. Neu in unserer Runde war der neue Geschäftsführer Marcus Luttmer von der Nifbe. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.


Es war ein sehr produktives und interessantes Gespräch. Eines unserer Themen war die Revision des NKitaG, welche für den Sommer 2025 ansteht.


In den kommenden Wochen werden wir uns aktiv mit der Revision auseinandersetzen und dazu eine entsprechende Stellungnahme verfassen.


Wir freuen uns auf den weiteren Austausch! 

Beschreibungstitel

                                                                               22.02.2025

Die Untersuchungen der Schuleingangsuntersuchung sind alarmierend.


"Das deckt sich mit unseren Erfahrungen: Die Kinder brauchen wesentlich mehr Unterstützung", sagt Melanie Krause. Die Vorsitzende des Kita-Fachkräfteverbands Bremen-Niedersachsen sieht darin ein bundesweites Phänomen. "Bei der Schuleingangsuntersuchung ist das Kind schon fast in den Brunnen gefallen", merkt Krause an. (Zitat aus dem Weser-Kurier vom 22.02.2025)


Sowohl in Niedersachsen, als auch in Bremen zeigen usnere Kinder immer häugfiger Auffälligkeiten in ihrer Entwicklung. Doch woran liegt es?

Hier kommen mehrere Faktoren zusammen.

Es sind nicht nur die Anforderungen, welche das Kitapersonal persönlich an sich selbst stellt, sondern auch die Erwartungen der Eltern. Weiterhin sind wir Kitas immer mehr in einer Erziehungspartnerschaft mit den Familien, da die Anzahl der zu betreuenden Kinder seit Jahren stetig ansteigt und auch die Zeit,welche die Kinder in den Kitas verbringen steigt an. Doch uns fehlt es immer wieder an Zeit und anderen Ressourcen.


Mehr dazu, könnt ihr dem Artikel entnehmen.

"Neue Wege in der Erzieher*innenausbildung: Perspektiven für Niedersachsen"

                                                                           14.02.2025

Herr Mennen und Frau Nzume luden verschiedene Akteure der frühkindlichen Bildung sowie einzelne Berufsbildungsträger zu sich in den Landtag ein.


Vor Ort konnten wir uns gemeinsam über die Herausforderungen und Perspektiven der Erzieher*innenausbildung austauschen. Es kamen Fragen auf, wie zum Beispiel was benötigt eine gute Kooperation zwischen Kita und Berufsschule oder Fachschule? Was können Träger tun und wie bekommen wir Auszubildende in den Kitas nach der Ausbildung gebunden?


Dabei wurde klar, dass der Beruf als solches attraktiv ist, aber die finanzielle Absicherung oft fehlt, um den Beruf in Vollzeit zu erlernen. Daher fordern wir nach wie vor in einem Bündnis bestehend aus dem Paritätischen NDS und der Verdi die Ausbildung in einem PIA-Model in Niedersachsen.


Ein weiteres Thema war die Kampagne "JedenTag einzigartig" vom Kultusministerium Niedersachsen.

Kitas bilden den Grundstein

                                                                                12.02.2025

Wir möchten aufzeigen, dass in den Kitas der Grundstein für die institutionelle Bildungsbiografie gelegt wird. Hierfür braucht es kindgerechte Rahmenbedingungen und Mindeststandards. Auf Grundlage wissenschaftlicher Forschungen wissen wir, welche Lernumgebungen förderlich und welche hinderlich sind. Leider gibt es in Deutschland zu viele Kitas, welche keine förderlichen Bedingungen stellen (können). Es braucht finanzielle Mittel von Bund und Ländern sowie verbindliche Vorgaben.


Das Kita-Qualitätsgesetz ist ein erster Schritt aber was hält es in der Praxis? An welcher Stelle wünschen sich pädagogische Fachkräfte einen bundesweiten Standard? Wie kann bzw. muss dieser aussehen? Warum ist Leitungszeit notwendig und warum unterscheidet sich diese in den Bundesländern?


Über diese und weitere Aktuelle Fragestellungen möchten wir uns mit weiteren Kita-Fachkräfte Verbänden austauschen und gerne auch die Fragen/Anregungen der Zuhörenden aufgreifen.


Homeoffice Möglichkeiten für Erzieher immer wichtiger

                                                                              29.01.2025

Personalnot in den Kitas ist seit einigen Jahren das Thema in der frühkindlichen Bildung und stellt damit eine große Herausfordeung für die Kitas dar. Doch was können wir tun, um unser Personal zu binden und nicht weiter abwandern zu lassen.


Diese Frage beantwortete unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause in einem Interview mit der NWZ am 29.01.2025. Sie stellt dar, dass unsere Frachkräfte gewertschätzt werden wollen. Und das nicht nur von Eltern oder Trägern, sondern auch von der Politik. Sie wollen ihrer Arbeit am Kind wieder adäquat nachgehen können. Doch dafür fehlt es vieler Orts an Ressourcen. Hinzu kommen hohe Krankenstände oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.


Und da kommen unsere Träger mit ins Spiel. Wir müssen Kita anders denken. Dienstbesprechungen in Hybrid-Form wäre da eine von vielen Möglichkeiten, aber dafür benötigt es eine gute und verlässliche Digitalisierung der Kitas. Ein weiterer Aspekt wäre die Verlegung der Verfügungszeiten ins Homeoffice. Diese und weitere Beispiele können wir anfügen.


Mehr dazu kannst du dem Artikel entnehmen.

Kitas in Ostfriesland fehlt es an Personal und freien Plätzen

                                                                                17.01.2025

In einem Interview gegenüber der Ostfriesischen Zeitung sprach unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause über die Personallage in den Kitas und wie sie über den Einsatz spanischer Erzieher*innen denkt.


Die Situation in den Kitas ist anch wie vor angespannt und eine Verbesserung der Situation ist noch nicht in Sicht. Daher gibt es in einigen Regionen die Möglichkeit Fachkräfte aus Spanien zu akquirieren. Das kann eine Chance für Niedersachsen und ander Bundeländer sein, muss es aber nicht.


In unseren Augen ist es eine Brandbekämpfung und keine Ursachenlösung. Unsere Fachkräfte verlassen das Feld der frühkindlichen Bildung aus den verschiedensten Gründen. Eine von vielen ist die fehlende Wertschätzung oder auch die fehlenden Zeitressourcen. Hier sollte viel eher gesteuert werden. Das Spanien-Model ist für uns nicht nachhaltig, da nicht bekannt ist, ob die Kollegen aus Spanien länger in Deutschland verbleiben wollen oder doch nach 2-3 Jahren zurück in die Heimat gehen. Daher müssen wir andere Stellschrauben drehen und den Beruf in seiner eigentlich Attraktivität wieder steigern.


Mehr dazu könnt ihr dem Artikel entnehmen.

Qualität gefährdet die kindliche Entwicklung

                                                                             04.12.2024

Die Kita-Fachkräfteverbände der Bundesländer verurteilen die voranschreitende Aufweichung und Absenkung fachlicher und qualitativer Kita-Standards, die der aktuell erschienene Ländermonitor der frühkindlichen Bildungssysteme belegt. 


Als Fachkräfte aus der Kita-Praxis erleben wir täglich, welche Auswirkungen eine unzureichende pädagogische Qualität auf das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder hat.


Laut Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung geht der Anteil der Mitarbeitenden, welche mindestens eine Qualifikation als Erzieher:In verfügen immer mehr zurück. Dieser Trend gilt es aufzuhalten, damit das nicht zum Standard wird.

 

Wie bereits in einer unserer letzten Pressemitteilungen und einer aus dem Jahr 2023 angeführt, führt dies zu einer Mehrbelastung des noch vorhandenen Personals und damit zwangsläufig zu höheren Krankenständen und Abwanderungen aus dem System der frühkindlichen Bildung!

Daher fordern wir die Politik auf, endlich adäquat dem entgegen zu steuern.


Mehr dazu könnt ihr unserer Pressemitteilung entnehmen.

Wir als Verband lehnen die Vorschläge der Senatorin entschieden ab!

                                                                             11.11.2024

Wir als Verband lehnen die Vorschläge der Senatorin entschieden ab!


Die Maßnahme fachfremde oder geeignete Personen in Form von „Gärtner“ oder „Musiker“ in die Kitas zu holen sehen wir kritisch, da der Vorschlag bereits jetzt zu Unmut bei den bestehenden pädagogischen Fachkräften innerhalb unseres Berufsverbandes führt. Er stellt eine Dequalifizierung unseres Berufes dar.

 

Kinder werden nicht nur 4 Stunden am Tag, sondern im Durchschnitt 6-8h/Tag in einer Fremdbetreuung untergebracht.  Die Eltern geben uns ihr Bestes Gut und möchten auch verstanden wissen, dass dieses nicht nur gut betreut, sondern auch gefördert wird. Sollte nur noch eine Fachkraft anwesend sein, so kann eine Förderung nicht mehr zielgerichtet stattfinden. 


Frau Aulepp möchte sich an das Model von Niedersachsen anpassen, jedoch wird es in Niedersachsen ganz anders umgesetzt. Eine geeignete Person kommt in Ausnahmefällen, wie z.B. bei Erkrankung des Fachpersonals zum Tragen und wird nicht standardisiert und sie ist zeitlich begrenzt.

 

Leider müssen wir der Realität ins Auge sehen. Es wurde jahrelang versäumt eine Ausbildungsoffensive seitens der Landesregierung auf den Weg zu bringen. Daher sollte die Finanzierung und damit auch Plätze für eine Praxisintegrierte Ausbildung durch den Senat ausgebaut bzw. erweitert werden.

[...]


Die gesamte Presssemitteilung gibt es zum Download.


Quartalstreffen mit Pascal Mennen

                                                                            06.09.2024

Gestern Abend trafen sich online Pascal Mennen (Grüne NDS und bildungspolitischer Sprecher) und unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause sowie weitere Akteure der frühkindlichen Bildung zu einem weiteren Austauschtreffen.


Dieses hatten wir bereits in der Vergangenheit mit Frau Grashorn. Sie hat allerdings im vergangenen Jahr das Amt niedergelegt und Herr Mennen übernahm dies.


Es war ein sehr produktives und interessantes Gespräch. Eines unserer Themen war die Änderung des NKitaG vom 01.08.2024 und inwieweit die Änderung in der Praxis in den Kitas erkennbar oder bemerkbar ist.


Wir haben bereits in einer Stellungnahme ausführlich erläutert, was wir von dieser Veränderung halten und unsere Befürchtungen geäußert. Auf diese sind wir in dem Gespräch erneut eingegangen.


Wir freuen uns auf den weiteren Austausch! 

Mehr Verantwortung im Kita-System zu übernehmenibungstitel

                                                                            27.05.2024


Am 21.5.2024 stellte Bundesfamilienministerin Paus ihr Papier zur Gesamtstrategie Fachkräfte in Kitas und Ganztag vor.


Die Kita-Fachkräfteverbände begrüßen, dass das Thema Kita-Fachkräftemangel im Bundesfamilienministerium angekommen ist und nach Lösungen für die Kita-Krise gesucht wird. Sie fordern die Bundesregierung auf, es nicht bei unverbindlichen Empfehlungen zu belassen, sondern sich dauerhaft angemessen an der Kita-Finanzierung zu beteiligen und die notwendige pädagogische Qualität in den Mittelpunkt zu stellen.


2013 hat der Bund einen Rechtsanspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung für alle Kinder ab einem Jahr in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege verabschiedet. Das nun vorgestellte Strategiepapier zur Bekämpfung der Kita-Krise lässt völlig offen, ob und in wieweit der Bund dauerhaft finanzielle Verantwortung zur Erreichung seiner 2013 formulierten gesetzlichen Vorgaben übernimmt.


Die Kita-Fachkräfteverbände fordern, dass auch in der Kita-Krise das Wohlergehen der Kinder und ihr Recht auf frühkindliche Bildung und Förderung an erster Stelle aller politischen Überlegungen stehen. Auf der Abschlusskonferenz „Gesamtstrategie Fachkräfte in Kita und Ganztag“ selbst wurde diese Forderung durch Frau Dr. Waring vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung Nürnberg erhoben.


Gemäß dem Spruch „Wer bestellt, muss auch bezahlen,“ steht der Bund in der Verantwortung, einen angemessenen dauerhaften finanziellen Beitrag zu leisten, damit der von ihm vor 11 Jahren verabschiedeten Rechtsanspruch endlich in der Kita-Praxis umgesetzt werden kann. 

Bündnis aus 94 Organisationen legt Konzept für einen „Bildungsdialog für Deutschland“ vor

                                                                             16.05.2024


Die dringend benötigte Transformation des deutschen Bildungssystems lässt sich nur mit vereinten Kräften von Politik und Zivilgesellschaft angehen. Aus dieser Überzeugung heraus hat die Initiative #NeustartBildungJetzt konkrete Ideen für einen kontinuierlichen und integrativen Dialogprozess vorgelegt. Der „Bildungsdialog für Deutschland“ knüpft unmittelbar an den Appell für einen Nationalen Bildungsgipfel aus dem März 2023 an. Mit dem Vorschlag zur breiten Beteiligung aller Akteure im Bildungswesen, insbesondere aus der Bildungspraxis, soll ein Paradigmenwechsel eingeleitet werden.


Wir als Kita-Fachkräfteverband Niedersachsen - Bremen e.V. haben bereits im März 2023 den Appell für einen Nationalen Bildungsdialog mitunterzeichnet. „Dies gab uns den Anlass, auch jetzt bei der Entwicklung des Konzeptes für einen „Bildungsdialog für Deutschland“ mit zu wirken, denn Bildung beginnt bereits in der Krippe. Daher sehen wir die frühkindliche Bildung als eines der wichtigsten Bausteine im Leben unserer Kinder.“ so Melanie Krause (1.Vorsitzende)


[...]


„Der ‚Bildungsdialog für Deutschland‘ löst eine zentrale Herausforderung unseres Bildungssystems: die Kommunikation zwischen Ebenen und Ressorts wird ausgebaut und die Beteiligung der Menschen an der Basis, allen voran die Lehr- und Fachkräfte, Eltern und Kinder gestärkt. In Zeiten der Polarisierung setzen wir damit ein Zeichen für ein Miteinander, schaffen einen Ort der Konsensfindung und fördern Teilhabe und Gemeinsinn. Der Bildungsdialog eröffnet dadurch nicht nur die große Chance auf einen echten Neustart in der Bildung, sondern stärkt zugleich unsere Demokratie“, betonen die Initiator:innen. 

Demzufolge fordern wir von der Politik, dass sie sich in den Dialogprozess mit der Zivilgesellschaft, den Akteuren der frühkindlichen Bildung und Wissenschaft begeben und gemeinsam nach Lösungsstrategien gesucht wird. Hierzu sollten die bestehenden Expertisen genutzt werden.


Einbringung eines Entwurfes zur Änderung des NKItaG

                                                                                13.05.2024


Wie vielen bekannt ist, möchte die GRÜNE Fraktion Niedersachsen und die SPD Fraktion Niedersachsen eine Gesetzesänderung des niedersächsischen Kindertagesstättengesetzes (NKitaG) zum 01.08.2024 auf den Weg bringen.


Um unseren Standpunkt an die Politik heran tragen zu können, gehen wir dazu in den Austausch mit einigen Politikern. 


Heute war unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause im Gespräch mit Frau Anna Bauseneick . Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Wozu wir in der kommenden Zeit mehr darauf eingehen werden.

Element Link

Einbringung eines Entwurfes zur Änderung des NKItaG

                                                                       17.04.2024


In der letzten Woche wurde seitens der GRÜNE Fraktion Niedersachsen und der SPD Fraktion Niedersachsen ein Entwurf zu einer Gesetzesänderung des niedersächsischen Kindertagesstättengesetzes (NKitaG) im Landtag eingebracht. 


Im Vorfeld hat sich unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause mit Herrn Christian Fühner (MdL) über den Entwurf ausgetauscht. 


Die Position von Herrn Fühner könnt ihr nachträglich aus dem Plenum des Landtages entnehmen.

Absenkung der Standards ?

                                                                          15.04.2024


Stellungnahme zum Gesetzesentwurf seitens der Fraktion SPD und Fraktion Bündnis 90 Die Grünen


Zur Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über Kindertagesstätten und Kindertagespflege


Als Kita-Fachkräfteverband Niedersachsen - Bremen e.V. haben wir den vorliegenden Entwurf zur Kenntnis genommen und beziehen wie folgt Stellung:


Im Entwurf sind mehrere Änderungen vorhanden, auf welche wir im Einzelnen eingehen werden.


Punkt 1: Entfachlichung


Einführung der Weiterbildungsmaßnahmen „Aufbauqualifizierung zur Gruppenleitung für Kindertageseinrichtungen in der Fachschule Sozialpädagogik“ für pädagogische Assistenzkräfte mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung und „Aufbaukurs zur Gruppenleitung für Kindertageseinrichtungen“ für pädagogische Assistenzkräfte mit 10 Jahren Berufserfahrung – beide Maßnahmen führen dazu, dass eine Assistenzkraft ab Beginn der Maßnahme als Erstkraft eingesetzt werden darf (befristet bis 2030)


Diese Maßnahme sehen wir kritisch, da der Vorschlag bereits jetzt zu Unmut bei den bestehenden pädagogischen Fachkräften führt. Vielmehr würden wir eine Form der Nachprüfung mit einem Abschluss als Fachkraft für günstiger halten, der Berufserfahrung berücksichtigt. Wir sehen die Möglichkeit darin, dass langjährige Assistenzkräfte diesen Kurs in Kombination mit einer Ablegung einer Prüfung die Qualifikation zur pädagogischen Fachkraft erwerben könnten. Zu bedenken geben wir, dass gerade in der pädagogischen Arbeit inhaltlich derzeit ein großer Paradigmenwechsel stattfindet: Bedürfnisorientierung und Bindungs- und Beziehungsarbeit sowie institutioneller Kinderschutz und Kinderrechte gewinnen immer mehr an Bedeutung. 


Dies fordert vor allem Fach- und Assistenzkräfte, die viel Berufserfahrung vorweisen können, aber in ihrer Ausbildung noch andere pädagogische Schwerpunkte gelernt haben. Es muss sichergestellt werden, dass die Reflektion dieses Paradigmenwechsels Inhalt einer Weiterbildungsmaßnahme ist.


Weiterhin stellt sich die Frage, wie die zukünftigen sozialpädagogischen Kräfte mit dieser Weiterbildungsmaßnahme eingruppiert werden. Sollten sie in die TVöD SUE S8a eingruppiert werden, so führt dies zusätzlich zu einer Entwertung des Berufsbildes von Fachkräften. 

Unstimmigkeiten innerhalb der Teams in den einzelnen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sind vorprogrammiert. 


Vielmehr sollte das Ziel auf eine von Tag eins an finanzierte dualisierte Ausbildung zur Fachkraft nach § 9 verfolgt werden.


[...]


Die gesamte Stellungnahme steht zum Download zur Verfügung.


Gemeinsamer Konsens erkennbar

                                                                            20.02.2024

Gestern Abend trafen sich online Pascal Mennen (Grüne NDS und bildungspolitischer Sprecher) und unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause zu einem ersten Austauschtreffen.


Dieses hatten wir bereits in der Vergangenheit mit Frau Grashorn. Sie hat allerdings im vergangenen Jahr das Amt niedergelegt und Herr Mennen übernahm dies.


Es war ein sehr produktives und interessantes erstes kennenlernen. Mehr dazu, gibt es an geeigneter Stelle.


Wir freuen uns auf den weiteren Austausch.

Bericht zur Sendung

Am Freitag den 02.02.2024 war unsere 1. Vorsitzende Melanie Krause zu Gast beim Deutschlandfunk in der Sendung „Lebenszeit“. Das Thema der Sendung „Für berufstätige Eltern eine Katastrophe- Der zunehmende KiTa-Personalmangel“ zeigte sich als sehr vielschichtig.


Weitere Gäste der Sendung waren Frau Daniela Heimann (Vorsitzende der Landeselternvertretung NRW), Frau Ursula Günster-Schöning (Fachberaterin und Coaching für Führungskräfte) sowie Herr Jonathan Sachse (Chefredakteur und Gründungsmitglied von CORRECTIV).


Zunächst ist Herr Sachse noch einmal auf die CORRECTIV-Umfrage zum Kita-Notstand eingegangen. In dieser Umfrage wurde gefragt, welche Folgen der Personalmangel in Kitas für die Fachkräfte und die Kinder hat. Das Resultat ist verheerend. "Die deutschen Kitas stehen vor dem Zusammenbruch: Erzieherinnen vor dem Burnout, Schließungen durch Personalmangel – und Kinder, die nur verwahrt statt gefördert werden." Innerhalb des Gespräches stellte Herr Sachse noch einmal heraus wie wichtig die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas ist und welche gute Arbeit sie leisten.


Frau Heimann ging auf die Situation für die Eltern ein und betonte noch einmal, dass bei diesem ganzen Dilemma wir die Kinder nicht vergessen dürfen. Sie sind unser höchstes Gut und dieses gilt es zu schützen. Diesen Kontext teilten alle Gesprächspartner. 

Zuhörer hatten die Möglichkeit sich zu zuschalten und Fragen zu stellen oder Statements abzugeben. Auch hier wurde klar, dass unser System ein Stück weit flexibler werden muss und wir umdenken müssen. Wir müssen innovativer denken und bürokratische Hürden abbauen. Findet dies nicht statt, so wird sich die Situation zu spitzen. Die Fluktuation und der Krankenstand in den Kitas werden sich weiter erhöhen. Frau Günster- Schöning betonte noch einmal, dass es verpasst wurde die Leitungen und Teams zu stärken. Sie haben nicht genügend Resilienzfaktoren, umso weiter dem System stand halten zu können. 


Leitungen müssen ihrer Aufgabe der Personalführung nachkommen können, um ihre Teams zu stärken. Hier muss dringend nachgesteuert werden. Wir brauchen starke Leitungen, um starke Teams und damit eine funktionierende Kita zu haben. Denn erst so können wir Bildungsarbeit leisten und die Kinder auf ihrem Weg bestmöglich begleiten. 


Ein kleiner Bericht zu unserem AG Treffen

Unter dem Motto #neustartbildungjetzt trafen wir uns gemeinsam mit weiteren Akteuren am 15.01.2024 in Berlin in der Robert Bosch Stiftung. 


Wir sprachen über diverse Themen aus dem Bereich der Bildung und konnten uns gut vernetzen. 


Was wir weiterhin dort gemacht haben, werdet ihr zu gegebener Zeit erfahren!

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